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Expertenantwort
Das mag ein sehr seltenes und ungewöhnliches Ereignis sein. Da Wimpern bekanntermaßen im Allgemeinen dunkel sind – wobei die Farbe ohnehin von der Haarfarbe abhängt –, kann es überraschend sein, wenn die Wimpern weiß werden.
Es ist jedoch gar nicht so ungewöhnlich, wie viele denken. Warum werden Wimpern weiß? Dafür gibt es verschiedene Ursachen, wie Albinismus , Vitiligo, Blepharitis und natürlich den üblichen Verdächtigen: das Altern. In diesem Artikel gehen wir all dem nach.
Bevor wir uns jedoch mit den möglichen Ursachen weißer Wimpern befassen, sollten wir zunächst das Melanin besprechen, da es eine große Rolle dabei spielt, den Wimpern ihre schöne und üppige dunkle Farbe zu verleihen.
Zellen, die Melanozyten genannt werden, produzieren Melanin und befinden sich im Haarfollikel. Wenn diese Melanozyten nicht richtig funktionieren, beginnt das Haar zu ergrauen oder weiß zu werden.
Albinismus
Menschen mit Albinismus sind eigentlich nicht schwer zu erkennen. Sie werden meist als Albinos bezeichnet.
Wissen Sie, warum Wimpern weiß werden? Es handelt sich um eine angeborene Störung, die zu einer verminderten oder gar keiner Melaninproduktion führt. Albinismus zeichnet sich hauptsächlich durch weiße Haut sowie helle Haare, Augenbrauen und natürlich Wimpern aus.
Bei Albinismus ist es schwierig, die Wimpern wieder dunkel zu bekommen, vor allem, weil der Körper die Fähigkeit zur Melaninproduktion verweigert.
Vitiligio
Im Gegensatz zum Albinismus entwickelt sich Vitiligo langsam bei Menschen zwischen zehn und dreißig Jahren. Sie ist hauptsächlich durch den Verlust von Pigmenten gekennzeichnet, was sich in weißen Flecken auf der Haut äußert, in der Regel an den Stellen, die der Sonne am stärksten ausgesetzt sind.
Eine Nebenwirkung von Vitiligo ist das vorzeitige Ergrauen der Körperbehaarung, beispielsweise der Kopfbehaarung, der Augenbrauen und der Wimpern. Auch die Netzhaut kann sich bei der Diagnose von Vitiligo aufhellen.
Altern
Altern mit weißen Wimpern
Der häufigste Grund für weiße Wimpern ist schlicht und einfach das Altern. Keine Überraschung also.
Mit zunehmendem Alter lässt die Melaninproduktion nach, daher können graue Haare bei Menschen in ihren Siebzigern und manchmal auch schon in ihren Fünfzigern oder Sechzigern auftreten.
Obwohl weiße Wimpern bei Männern häufiger vorkommen als bei Frauen, ist dies dennoch ein recht normales Phänomen, das keinen Anlass zur Beunruhigung gibt.
Alterungsprozess beschleunigen, was auch zu einem höheren Risiko für weiße Wimpern führt.
Behandlung
Werden Wimpern mit dem Alter weiß? Falls Ihre Wimpern altersbedingt ergrauen, gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten. Im Folgenden finden Sie einige davon.
- Manche haben gute Erfahrungen mit semipermanenten Wimpernfarben gemacht. Der große Vorteil ist, dass man sie in jeder Drogerie kaufen kann. Es ist jedoch ratsam, die Anwendung von einer Kosmetikerin durchführen zu lassen. Da die Wimpern nachwachsen, muss die Farbe regelmäßig erneuert werden.
- Wimpernseren haben sich auch bei älteren Menschen mit ergrauenden Wimpern als wirksam erwiesen. Sie sind überall erhältlich. Die Anwendung ist zweimal täglich ausreichend, und erste Ergebnisse sollen sich nach zwei bis vier Monaten zeigen.
Man muss allerdings bedenken, dass hellere Wimpern altersbedingt in der Regel von Natur aus grau sind, während weiße Wimpern meist auf eine medizinische Störung hinweisen.
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2 Quellen
Wir werten veröffentlichte medizinische Forschungsergebnisse aus angesehenen Fachzeitschriften aus, um zu unseren Schlussfolgerungen über ein Produkt oder ein Gesundheitsthema zu gelangen. Dies gewährleistet höchste wissenschaftliche Genauigkeit.
[1] Biochemie, Melanin https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK459156/[2] Albinismus: Epidemiologie, Genetik, Hautcharakteristika, psychosoziale Faktoren https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6857599/

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